Dass Satelliten die Signale unserer Navigationssysteme auffangen und zurücksenden, wissen mittlerweile viele, doch wie funktioniert Navigation im Weltraum selbst? Kann man sich auch dort auf ein besonderes Navigationssystem verlassen wie hier auf der Erde?
Die Navigation im Weltraum ist äußerst wichtig, denn die teure Ausstattung, die hier kilometerweit oben über der Erde schwebt, könnte durch alle möglichen Dinge beschädigt werden. Ob Asteroiden oder Weltraumschrott, wird eine Sonde erst einmal getroffen, kann man sie von der Erde aus nur schwer reparieren. Deshalb wird ständig darauf geachtet, dass die Sonde ihre vorbestimmte Flugbahn gefahrlos durchqueren kann. Sollte sich dennoch ein Hindernis finden, können Wissenschaftler die Route der Sonde korrigieren und sie somit aus der Gefahrenzone bewegen. Für die Änderung der Route benötigen sie allerdings Informationen über die Sonde, die von großen Antennen eingeholt werden, die die Flugkörper zu jedem Zeitpunkt verfolgen. Die Angaben, die für eine neue Berechnung der Route notwendig sind, sind die Geschwindigkeit, die Position und die Ausrichtung der Sonde. Weil die Triebwerke auch von der Erde aus gesteuert werden können, kann die Geschwindigkeit und Ausrichtung und damit die Position der Sonde verändert werden.
Auch die bemannte Raumfahrt muss sich auf eine exakte Navigation verlassen können. Ein Raumschiff, in dem sich Astronauten befinden, hat den Vorteil, dass die Astronauten selbst ihre Route verändern und deshalb schneller auf Komplikationen reagieren können. Diese Veränderungen können auch ohne die Unterstützung der Wissenschaftler auf der Erde durchgenommen werden, da die Position des Raumschiffs jederzeit durch die Bestimmung der Winkel zwischen der Sonne und zwei oder mehr Planeten berechnet werden kann.
